Überweisungen nach Indien

Die Entfernung zwischen Deutschland und Indien ist groß; vergleichbar lang und zeitintensiv kann der Weg einer Banküberweisung nach Indien sein. Wie bei anderen Ländern auch, hängt die Zeitdauer ganz wesentlich von der Überweisungsart ab. Es ist ein bedeutender Unterschied, ob es sich um eine normale Onlineüberweisung, eine sogenannte Prior3-Überweisung handelt, um eine Prior1-Überweisung, oder um eine Bareinzahlung über Anbieter wie Western Union.

State Bank of India bietet Rundumservice

Das indische Kreditinstitut ist in Deutschland mit einem Geschäftssitz in Frankfurt am Main präsent. Es wickelt Überweisungen jedweder Art ab, arbeitet zügig, diskret und erhebt moderate Bearbeitungskosten. Für den Einzahlenden ist dieser Weg mit einigem Verwaltungsaufwand verbunden. Er muss sich erst- und einmalig registrieren, so wie für die Kontoeröffnung bei einem deutschen Kreditinstitut. Anschließend wird ihm eine Identifikationsnummer zugewiesen, die bei allen zukünftigen Bankgeschäften anzugeben ist, also auch bei Überweisungen nach Indien. Abhängig von der Höhe der Überweisung werden detaillierte Angaben zur Herkunft des Geldes sowie zum Verwendungszweck erwartet. Die Zeitdauer der Überweisung beträgt vom Zeitpunkt der Bareinzahlung oder der Kontobelastung an durchschnittlich eine Woche, also circa fünf Werktage. Die Kommunikation mit der State Bank of India, kurz SBI kann im Einzelfall recht aufwändig werden. Das ist vor allem dann der Fall, wenn beispielsweise wegen der räumlichen Entfernung keine persönliche Vorsprache in Frankfurt möglich ist.

Anbieter wie Western Union sind schneller und einfacher handzuhaben

Wie in vielen anderen Fällen auch, bietet sich ein Vergleich mit der US-amerikanischen Firma Western Union an. Heutzutage werden, so wie von den Kreditinstituten, sowohl bargeldlose Überweisungen als auch Möglichkeiten für Barein- und Barauszahlungen angeboten. Bargeldlose Überweisungen werden innerhalb von ein bis drei Werktagen gutgeschrieben. Barauszahlungen sind, so wie weltweit üblich, innerhalb von Minuten nach der Bareinzahlung möglich. Sobald die Einzahlung vom elektronischen Zahlungssystem erfasst ist, kann der Zahlungsempfänger mit dem ihm telefonisch oder per SMS übermittelten Code, der Money Transfer Number, kurz MTN, in Indien das Geld bei Western Union in Empfang nehmen.

Bankenwege sind länger und umständlicher

Bei Auslandsüberweisungen in einer Fremdwährung wie beispielsweise nach Indien ist der Bankenweg deutlich aufwändiger als die Benutzung eines Zahlungssystems wie Western Union. Abhängig von der Überweisungshöhe besteht bei der SBI eine Meldepflicht an die Landeszentralbank oder an die Deutsche Bundesbank. Das kostet sowohl Manpower als auch Zeit.