Wie lange dauert eine Überweisung in die Schweiz?

Auslandsüberweisungen in die Schweiz früher langwierig

Der Transfer von Geld innerhalb von Europa stellt eigentlich schon seit 2003 kein großes Hindernis mehr dar, da in diesem Jahr mit der sogenannten EU-Standardüberweisung ein Instrument eingeführt wurde, mit dem Überweisungen zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union, beziehungsweise des Europäischen Wirtschaftsraumes, stark vereinfacht und beschleunigt wurden. Die Schweiz stellt jedoch in Europa traditionell einen Ausnahmefall dar und ist bis heute in keiner der beiden genannten Staatenvereinigungen Mitglied. Müssen bei Überweisungen in die Schweiz also weiterhin lange Wartezeiten in Kauf genommen werden?

Schnelle Überweisung auch in die Schweiz dank SEPA

Die Antwort lautet definitiv „Nein“, denn trotz der fehlenden Mitgliedschaft in der Europäischen Union ist die Schweiz Teil des neuen einheitlichen europäischen Zahlungsverkehrsraumes namens SEPA (Single Euro Payment Area). In diesem Zahlungsverkehrsraum sind alle EU-Staaten sowie Island, Norwegen, Liechtenstein und auch die Schweiz Mitglied. Er ermöglicht verwaltungstechnisch einfachere Überweisungen vom Inland ins Ausland. Seit 2012 ist sogar gesetzlich vorgeschrieben, dass eine Überweisung vom einen SEPA-Land in ein anderes nicht länger als einen Geschäftstag dauern darf. Dies gilt natürlich auch für Überweisungen in die Schweiz. Voraussetzung hierfür ist aber, dass das entsprechend neu eingeführte Instrument namens SEPA-Überweisung genutzt wird. Die Gebühren hierfür dürfen übrigens laut Gesetz nicht höher sein als die, die die gleiche Bank für eine Inlandsüberweisung erhebt. Somit ist die Überweisung mittels SEPA nicht nur schnell, sondern auch vergleichsweise günstig.