Was ist eine SEPA Lastschrift?

Mit der Einführung der europäischen Gemeinschaftswährung im Jahr 2002 wurden lediglich die ersten Schritte in Richtung eines gemeinsamen Zahlungsverkehrs gemacht. Erst viele Jahre nach der Einführung werden nun auch die Zahlungsverkehrssysteme der einzelnen europäischen Länder aufeinander abgestimmt bzw. angepasst. Dies macht sich für viele Verbraucher ab dem Jahr 2014 bemerkbar. Am 01.01.2014 wird nämlich in Europa die sogenannte „Sepa-Lastschrift“ eingeführt. „Sepa“ steht für Single Euro Payments Area und soll es Banken in der EU ermöglichen, untereinander den Zahlungsverkehr einfacher und kostengünstiger abzuwickeln.

Die Sepa-Lastschrift löst das bisher bekannte Lastschriftverfahren komplett ab. Für Verbraucher bedeutet das konkret, dass jedes Unternehmen, welches nun per Lastschrift vom Konto einen Betrag abbuchen will, zwingend eine schriftliche Einwilligung dafür benötigt. Bisher konnte die Ermächtigung zum Einzug von Forderungen durch Lastschrift auch telefonisch gegeben werden. Ab dem Jahr 2014 ist jedoch zwingend eine schriftliche Erklärung des Kontoinhabers erforderlich. Die Sepa-Lastschrift hat also auf den ersten Blick enorme Nachteile für Verbraucher und Unternehmen. Es sind aber auch viele Vorteile mit ihrer Einführung verbunden.

Verbraucher profitieren zum Beispiel davon, dass mit Einführung der Sepa-Lastschrift die Möglichkeit der Rückbuchung einer Lastschrift von bisher 6 Wochen auf dann 8 Wochen erhöht wird. Unternehmen können mit der Einführung einfacher Forderungen aus dem europäischen Ausland einziehen. Die Zahlungsverkehrsabwicklung zwischen einzelnen Banken in der europäischen Union wird zudem durch die Vereinheitlichung stark vereinfacht.