Kann man eine Lastschrift rückgängig machen?

Viele Unternehmen ziehen fällige Rechnungsbeträge in der heutigen Zeit per Lastschrift ein. Der Einzug von Forderungen durch Lastschrift ist für die Unternehmen kostengünstig und bequem. Schließlich erhalten sie so zu einem festgelegten Zeitpunkt die Zahlung vom Kunden. Auch für Kunden hat die Zahlung per Lastschrift enorme Vorteile. Sie müssen sich um nichts kümmern und können das Geld einfach vom Konto abbuchen lassen. Ein Problem entsteht jedoch immer dann, wenn falsche Beträge vom Konto abgebucht werden oder sogar Unternehmen abbuchen, die nicht abbuchen dürfen. Kunden fragen sich in diesem Zusammenhang immer wieder, ob Lastschriften rückgängig gemacht werden können.

Diese Frage muss differenziert beantwortet werden, da hier unterschiedliche Vorschriften gelten. Lastschriften, die im Einzugsermächtigungsverfahren abgebucht wurden, dürfen bis zu 8 Wochen nach der Buchung rückgängig gemacht werden. Kunden sollten sich bei einer Abbuchung, die zum Beispiel zu hoch ist, an ihre Bank wenden und den Betrag innerhalb von 8 Wochen zurückbuchen. Das Geld wird dem Konto dann sofort wieder gutgeschrieben und kann verfügt werden.

Darf das Unternehmen, welches vom Konto abgebucht hat, nicht abbuchen, weil keine Einzugsermächtigung erteilt wurde, so dürfen Kontoinhaber die Lastschrift sogar bis zu 13 Monate nach der Belastung rückgängig machen. Wird eine Lastschrift rückgängig gemacht, so erhält der Auftraggeber die Daten des Kontoinhabers und kann sich schriftlich an diesen wenden.

Weiterhin sollten Kunden beachten, dass nur die Lastschriften rückgängig gemacht werden können, die im Einzugsermächtigungsverfahren abgebucht werden. Wer einen Abbuchungsauftrag erteilt hat, kann die Lastschrift nicht rückgängig machen, wenn sie dem Konto belastet wurde. Das Gleiche gilt für Zahlungen, die mit der Karte und Geheimzahl getätigt wurden. Wer mit Karte und Unterschrift zahlt, kann die Lastschrift jedoch rückgängig machen.